Schloss 30

Es war einmal ein Ort, an dem man sich immer wohl fühlte – so ward erzählt – und solcher Orte soll es nicht gar viele mehr geben – doch im Traume bekommt man Hinweise...

Hallo mein Morgenstern – von Orient bis Okzident leuchtest Du mir auch bei Nacht und tiefster Dunkelheit über dem Firmament...

Jede Regung, es könnte Dir nicht gut gehen, wird in mir verspürt und beunruhigt mich, bis ich die Gewißheit habe, daß Du Dich wieder aufrichten konntest...

Ja doch, ich fühle mich gut, bin bereit Bäume auszureißen –

Und diese Worte werden die 30. Zinne unseres Schlosses einleiten...

Heute schreiben wir Dienstag, den 17.12.2002 – habe ein Verhältnis mit einer verheirateten Frau – das besser funktioniert, als so Manches zuvor...

Mein Job der Unterwelt geht einfach weiter – wenig Urlaub – wenn keine Aktionen, bin ich leer...

So aufregende Dinge wie die Bella – das brauche ich dann...

Meine Art der Flucht. Bloß wovor? Vor mir selbst.

Wenn sie das einmal durchschaut hat – verliere ich an Wert?

„Here comes the sun“ im Hintergrund – welch Zufall – ich bin ihr Sonnenschein, sagt sie.

Weiß sie, daß sie mich zum Strahlen bringt?

Und weiter 24 Stunden später:

Mittwoch – 18.12.2002 – Mitternacht vorbei – unglaublich – bin total zittrig – Bella bei Weihnachtsfeier...

Gerade angerufen – ihr ganz schlecht – gebrochen – fährt nach Hause.

So weit zu den Dingen, die keinen Namen haben...

In Gedanken an die wunderschönen Momente, die ich mit Dir erleben durfte, bette ich meine Seele in die weichen Kissen der Traumwelt...

Gute Nacht, mein kostbarer Schatz!

Dein Peter